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SPD will Jahresfrist auf Bitcoin- und Krypto-Gewinne abschaffen!

SPD will Jahresfrist auf Bitcoin- und Krypto-Gewinne abschaffen!

BlocktrainerBlocktrainer2025/03/27 06:11
Von:Blocktrainer

Wie aus dem Ergebnisprotokoll der Arbeitsgruppe „Haushalt, Steuern, Finanzen“ der Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD hervorgeht, fordert die SPD die Abschaffung der bislang geltenden steuerlichen Einjahresfrist für Bitcoin und andere Kryptowährungen. Was bedeutet diese geplante Änderung konkret für Anleger und den Standort Deutschland? Wie stehen die Chancen, dass die Sozialdemokraten diese Änderungen tatsächlich durchsetzen können?

Abschaffung der Steuerfreiheit nach einem Jahr Haltedauer

Bisher gilt in Deutschland eine Regelung, wonach Gewinne mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen steuerfrei sind, wenn die Coins mindestens ein Jahr gehalten wurden. Die SPD möchte diese Regelung nun streichen und Gewinne künftig ähnlich wie Aktiengewinne behandeln. Das bedeutet eine geplante Abgeltungssteuer von 30 Prozent auf alle Krypto-Gewinne, unabhängig von der Haltedauer. Im erwähnten Protokoll heißt es dazu im Abschnitt „Besteuerung Kapitaleinkünfte“:

Negative Folgen für den Standort Deutschland

Die geplante Abschaffung der Einjahresfrist könnte erhebliche negative Auswirkungen auf den ohnehin bereits belasteten Wirtschaftsstandort Deutschland und die hiesige Investorengemeinde haben. Deutschland leidet schließlich schon jetzt unter einer besonders strengen Regulatorik und einer hohen bürokratischen Last, was den Standort für Unternehmen und Investoren zunehmend unattraktiv macht. Die bestehende Einjahresfrist für Gewinne mit Kryptowährungen war bislang einer der wenigen verbleibenden Standortvorteile, der Deutschland zumindest für langfristige Investoren attraktiv machte. Mit der Abschaffung droht Deutschland nun endgültig, seine letzten investorenfreundlichen Anreize zu verlieren.

Die SPD möchte ferner „die Regulierung von Kryptowerten auf Lücken überprüfen und diese gegebenenfalls schließen“, heißt es in dem Dokument. Auch dies klingt eindeutig nach mehr und strikterer Regulatorik und nicht nach mehr Innovation und Freiheit.

Steuerliche Belastung verhindert Nutzung als Zahlungsmittel

Ein weiterer wichtiger Aspekt der geplanten Änderung ist, dass jede einzelne Verwendung von Bitcoin als Zahlungsmittel künftig einen steuerlichen Vorgang darstellen würde. Damit wäre Bitcoin de facto als Zahlungsmittel in Deutschland unbrauchbar. Aktuell ist es zumindest noch möglich, Bitcoin, die länger als ein Jahr gehalten wurden, ohne steuerliche Belastung einzusetzen. Diese Freiheit würde durch die geplante Abschaffung der Einjahresfrist gänzlich entfallen. Um Bitcoin und andere Kryptowährungen sinnvoll als Zahlungsmittel zu etablieren, wäre daher dringend eine Steuerreform notwendig – eine, die fördert und nicht einschränkt. Die derzeitige Forderung der SPD geht genau in die entgegengesetzte Richtung und würde die praktische Nutzung von Bitcoin in Deutschland erheblich erschweren.

Besonders brisant ist dies im Zusammenhang mit der ausdrücklichen Unterstützung des Digitalen Euros durch die SPD, was ebenfalls im Protokoll der Verhandlungen Erwähnung findet. Es ist deswegen davon auszugehen, dass eine mögliche Nutzung von BTC als Zahlungsmittel vonseiten der SPD ohnehin nicht gewünscht ist. Immerhin soll der Digitale Euro – so heißt es – die Privatsphäre der Verbraucher schützen. Ob man tatsächlich darauf vertrauen kann und will, ist eine andere Frage.

Internationaler Vergleich

Ein Blick auf andere Länder verdeutlicht, dass Deutschland mit dieser geplanten Neuregelung deutlich gegen den internationalen Trend handelt. So hat beispielsweise unser Nachbarland Tschechien erst kürzlich beschlossen , die steuerliche Behandlung von Kryptowährungen attraktiver zu gestalten und eine (dreijährige) Haltefrist eingeführt, nach der Gewinne aus Bitcoin steuerfrei sind. Ziel dieser Regelung ist es explizit, neue Investoren anzuziehen, Innovationen zu fördern und damit den nationalen Wirtschaftsstandort deutlich aufzuwerten.

Und auch die USA zeigen, dass ein Bitcoin- und Krypto-freundlicher Ansatz wirtschaftlich sinnvoll sein kann. Dort setzen immer mehr Bundesstaaten auf regulatorische Klarheit und bieten gezielte steuerliche Vorteile für Kryptowährungen. Diese Maßnahmen werden oft damit begründet, dass sie helfen sollen, Innovationskraft anzuziehen, Arbeitsplätze zu schaffen und den technologischen Fortschritt zu fördern. Diese positiven Beispiele sollten Deutschland eigentlich als Orientierung dienen.

Wie wahrscheinlich ist die Abschaffung?

Die Wahrscheinlichkeit, dass die SPD ihre Forderung vollständig durchsetzen kann, hängt maßgeblich von den Ergebnissen der Koalitionsverhandlungen ab. Innerhalb der Union gibt es derzeit wohl noch Widerstand gegen die Abschaffung der Einjahresfrist und die Erhöhung der Abgeltungssteuer. 

Da aber auch andere Themen in den Koalitionsverhandlungen eine Rolle spielen, könnte die SPD ihre Forderungen im Rahmen eines größeren politischen Kompromisses teilweise oder vollständig durchsetzen.

Blocktrainer.de wird die weitere Entwicklung auf jeden Fall aufmerksam verfolgen und frühzeitig berichten, wenn sich eine Umsetzung der vorgeschlagenen Änderungen abzeichnen sollte.

Es gilt auf jeden Fall schon jetzt „Welle zu machen“ und den Plänen der Sozialdemokraten massiven Gegenwind aus der Bitcoin- und Krypto-Community entgegenkommen zu lassen.

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