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FDIC: US-Behörde erleichtert Krypto-Dienstleistungen für Banken

FDIC: US-Behörde erleichtert Krypto-Dienstleistungen für Banken

BlocktrainerBlocktrainer2025/03/31 08:00
Von:Blocktrainer

Die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC), eine US-Behörde, die Banken beaufsichtigt, setzt jetzt auf einen Krypto-freundlicheren Ansatz. Am Freitag dieser Woche hat die FDIC einen neuen Leitfaden herausgegeben, der nicht mehr vorsieht, dass die beaufsichtigten Institute bei angemessener Risikosteuerung eine Genehmigung für Krypto-bezogene Aktivitäten benötigen.

Dies ist ein weiterer Schritt einer wichtigen US-Behörde, der es Banken erleichtern soll, digitale Assets zu verwahren oder Partnerschaften mit Krypto-Unternehmen einzugehen. „Die FDIC wendet sich von dem fehlerhaften Ansatz der letzten drei Jahre ab“, sagte der amtierende FDIC-Vorsitzende Travis Hill in der Erklärung . Er fügte hinzu, dass es in der Zukunft noch weitere Schritte geben werde, um das Engagement der Banken bei Krypto-Produkten und -Dienstleistungen zu klären.

Die Hürden für Banken fallen

Mehrere Institutionen nehmen in den USA Einfluss auf die Geschäftstätigkeiten von Banken. Unter anderem die Börsenaufsichtsbehörde SEC , das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) oder die FDIC. Auch die Federal Reserve, die Zentralbank der USA, beaufsichtigt die Finanzinstitute.

Mit dem Wahlsieg des „Krypto-Präsidenten“ Donald Trump war bereits absehbar, dass sich der regulatorische Umgang hinsichtlich Bitcoin und Co. bessern wird. Einige Richtlinien haben es den Finanzinstituten bis dahin ungemein erschwert, im Krypto-Markt Fuß zu fassen beziehungsweise als Dienstleister zu fungieren. Krypto-Unternehmen hatten infolgedessen auch große Schwierigkeiten, Konten bei regulierten Banken zu führen. 

Am selben Tag, an dem Trump das erste Dekret zu Kryptowährungen unterzeichnet hat, gab es schließlich bereits die Meldung, dass die SEC die Richtlinie SAB 121 aufgehoben hat – Blocktrainer.de berichtete . SAB 121 hat es für Banken quasi unmöglich gemacht, Kryptowährungen für Kunden zu verwahren, da sie dazu angehalten waren, diese Vermögenswerte bilanziell zu erfassen und entsprechend mehr Eigenkapital gegen diese Positionen vorzuhalten.

Vor wenigen Wochen überarbeitete schließlich die OCC ihre Richtlinien und teilte mit, dass Banken für bestimmte Aktivitäten im Zusammenhang mit Krypto-Assets keine Genehmigung mehr benötigen – Blocktrainer.de berichtete . Jetzt folgt die FDIC diesem Ansatz. Der neue Leitfaden, der den vorherigen aufhebt, erlaubt den Banken ebenfalls Krypto-bezogene Aktivitäten ohne Genehmigungen – insofern sie die Risiken angemessen steuern.

Der neue Leitfaden, der FIL-16-2022 aufhebt, stellt klar, dass von der FDIC beaufsichtigte Institute zulässige kryptobezogene Aktivitäten ohne vorherige Genehmigung der FDIC durchführen können.

Der Leitfaden bekräftigt, dass die von der FDIC beaufsichtigten Institute zulässige Aktivitäten durchführen können, einschließlich Aktivitäten, die neue und aufkommende Technologien wie Krypto-Assets und digitale Vermögenswerte beinhalten, vorausgesetzt, dass sie die damit verbundenen Risiken angemessen steuern.
Aus der Erklärung der FDIC

Der „KI- und Krypto-Zar“ des Weißen Hauses, David Sacks, bedankte sich bei der Behörde und dem Vorsitzenden für diesen Schritt. 

Dabei betonte er, dass dies eine der besten Möglichkeiten sei, die Krypto-Adoption im Mainstream weiter voranzutreiben.

Die FDIC hat es für Banken einfacher gemacht, sich an kryptobezogenen Aktivitäten zu beteiligen. Dies ist eine der besten Möglichkeiten, Krypto weiter salonfähig zu machen. Danke FDICgov und Acting Chairman Travis Hill.
David Sacks auf 𝕏

The FDIC has made it easier for banks to engage in crypto-related activities. This is one of the best ways to mainstream crypto further. Thanks @FDICgov and Acting Chairman Travis Hill. pic.twitter.com/f3amLOZwsc

— David Sacks (@davidsacks47) March 28, 2025

Wenige Tage vor der Mitteilung zum neuen Leitfaden teilte das U.S. Senate Banking Committee GOP auf der Plattform 𝕏 zudem mit, dass die FDIC das „Reputationsrisiko“ als Bestandteil der Bankenaufsicht abschaffen wird – so wie es auch das OCC getan hat.

David Sacks bezeichnete diesen Schritt als „großen Gewinn für Krypto“ und er erklärte dabei, dass dieses Kriterium missbraucht wurde, um Krypto-Unternehmen den Zugang zum Bankensystem zu verwehren – die sogenannte „Operation Chockepoint 2.0“.

Ein großer Sieg für Krypto: Die FDIC folgt dem OCC und streicht das „Reputationsrisiko“ als Faktor bei der Bankenaufsicht. „Reputationsrisiko“ mag in der Theorie gut klingen, aber es wurde definiert als „das Potenzial, dass negative Publicity in Bezug auf die Geschäftspraktiken eines Instituts, ob wahr oder nicht, zu einem Rückgang des Kundenstamms, kostspieligen Rechtsstreitigkeiten oder Ertragsminderungen führt“. In der Praxis wurde dieses vage und subjektive Kriterium verwendet, um das Debanking rechtmäßiger Krypto-Unternehmen durch die Operation Chokepoint 2.0 zu rechtfertigen. Bankkriterien sollten objektiv und quantitativ sein und nicht auf dem Potenzial für unwahre Geschichten basieren.
David Sacks auf 𝕏

Katalysator für den Bitcoin-Preis

Dass etablierte US-Banken bislang kaum Dienstleistungen rund um Bitcoin anbieten, hatte seine Wurzeln insbesondere in dem restriktiven regulatorischen Ansatz. Da die Behörden jetzt die Hürden aus dem Weg schaffen, ist davon auszugehen, dass immer mehr Großbanken den Einstieg in den Bitcoin-Markt wagen.

Doch dies wird wohl nicht von heute auf morgen passieren. Es ist ein Prozess, der mehrere Jahre dauern kann, wie Strategy-Gründer und Bitcoin-Bulle Michael Saylor jüngst erklärt hat. 

Banken sind von Natur aus sehr konservativ. Sie bewegen sich langsam vorwärts und nur wenige werden vorpreschen. Meine Schätzung ist also: In den nächsten vier Jahren werden es einige Banken tun. Ich sage nicht, dass es in den nächsten vier Wochen oder vier Monaten passiert.
Michael Saylor bei einem Auftritt

Saylor sieht die Unterstützung des Bankensystems als den letzten fehlenden Katalysator, der zu einem Bitcoin-Kurs von 10 Millionen US-Dollar führen wird. Dies begründet unter anderem damit, dass es dann im großen Stil möglich ist, Bitcoin als Sicherheit für Kredite zu hinterlegen oder direkt über die Institute große Mengen an BTC zu kaufen.

Es braucht die Akzeptanz durch das Bankensystem in der westlichen Welt. Bitcoin wurde letztlich aus dem Bankensystem ausgeschlossen. Man braucht JPMorgan, Morgan Stanley, Bank of America, Wells Fargo. Man braucht sie dafür, dass sie Milliardenüberweisungen akzeptieren, Bitcoin in Milliardenhöhe kaufen, Bitcoin halten und Kredite gegen Bitcoin vergeben. […] Ich denke, Bitcoin geht auch ohne Unterstützung durch die Banken auf 1 Million pro Coin. Mit Unterstützung der Banken geht es auf 10 Millionen pro Coin.
Michael Saylor bei einem Auftritt

Michael @Saylor erklärt, was noch dafür fehlt, dass der Bitcoin-Kurs auf 10 Millionen pro Coin steigt – Stichwort: Unterstützung durch die Banken. pic.twitter.com/Mola01Ad4f

— Tristan – Blocktrainer.de 🧡⚡️ (@Tristan19030062) March 30, 2025

Der Umgang der großen US-Banken mit Bitcoin ist von großer Relevanz für die Adoption des Assets. Laut Saylor ist dies sogar das wichtigere Thema als die strategische Bitcoin-Reserve der USA . Entsprechend gilt es hierbei, die weiteren Entwicklungen genau zu beobachten. Aber nicht nur die auf der regulatorischen Seite, sondern auch, inwieweit die Banken wirklich vorhaben, ein relevanter Dienstleister in diesem Bereich zu werden.

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