Krypto News: Dieses Problem hindert Institutionen an DeFi
Das Wichtigste in Kürze Laut Kaiko Research verhindert Marktmanipulation die Nutzung des dezentralen Finanzwesens durch Institutionen. Aktuell müssten liquide Akteure hohe Verluste durch Manipulationen im DeFi-Sektor befürchten. Erst diesen Monat beobachteten die Analysten einen Fall, durch den das Opfer 98 Prozent seines Kapitals während eines Tauschvorgangs über einen DEX verlor. Technische Veränderungen seien bereits in der Entwicklung. Diese könnten Institutional DeFi künftig wahr werden lassen
Krypto News: Dieses Problem hindert Institutionen an DeFi
Seit Donald Trump an der Spitze der US-Regierung steht, kommt die institutionelle Nutzung des dezentralen Finanzwesens zunehmend ins Gespräch. In einem Bericht erklärt die Analyseplattform Kaiko nun, dass ein zentrales Problem die Nutzung von DeFi verhindert: Marktmanipulation.
“DeFi ist immer noch ein unregulierter Bereich, in dem es zu Marktmanipulationen kommen kann, weshalb viele institutionelle Akteure und Marketmaker zögern, einzusteigen”, heißt es dort.
Kaiko hat für seinen Bericht insbesondere den DEX Uniswap beobachtet und dabei vor allem sogenannte Sandwich Attacks festgestellt. Bei sogenannten Sandwich Attacks nutzen Angreifer einen Frontrunner und einen Backrunner. In der Mitte befindet sich die Transaktion des Opfers – daher kommt der Bezug zum Sandwich.
Frontrunner und Backrunner sind jeweils einzelne Transaktionen. Der Frontrunner kauft möglichst viel Geld in eine spezifische Kryptowährung, während der Backrunner möglichst viel Kapital in Form derselben Kryptowährung wieder verkauft.
Dadurch kann es zu einer Preisänderung kommen und der Verantwortliche hinter einem Sandwich Attack innerhalb weniger Sekunden große Profite verzeichnen. Damit der Ertrag möglichst enorm ist, werden hauptsächlich Transaktionen mit hohen Beträgen zum Ziel der Sandwich Attacks – Institutionen sind hierbei also besonders gefährdet.
Angreifern gelangen durch einzelne Sandwich Attacks bereits hohe sechsstellige Einnahmen. Die Angriffe werden hauptsächlich automatisiert durch Sandwich Bots ausgeführt.
Darum drohen in DeFi hohe Verluste
DeFi lebt von ökonomischen Mechanismen. Diese können von bösartigen Nutzern allerdings missbraucht werden. Das Ziel ist es, persönliche Gewinne zu realisieren. Anfang März habe Kaiko einen besonders aufsehenerregenden Fall beobachtet.
Dabei habe ein Nutzer rund 98 Prozent seines Kapitals verloren. So habe ein Nutzer rund 220.000 USDC in USDT wechseln wollen. Beide Stablecoins bilden den US-Dollar ab und müssten daher etwa im Wechselkurs 1:1 getauscht werden.

Der Nutzer erhielt im Umtausch jedoch nur 5.300 USDT. Die fehlenden 215.000 USDT gingen ihm verloren, weil der Wechselkurs durch eine Preismanipulation massiv verändert wurde, die ein Sandwich Attack ausgelöst hatte.
Der Angreifer tauschte dafür im Vorfeld 20 Millionen USDT in USDC um, sodass die Liquidität beeinflusst und dadurch der Wechselkurs verändert wurde. Pro USDC erhielt man zum Zeitpunkt nur noch 0,024 USDT.
Neben dem Angreifer selbst profitierte auch ein Validator, der die Anpassung der Transaktionen für ein Trinkgeld in Höhe von 200.000 US-Dollar vornahm.
Laut Kaiko sei die Kryptobranche bereits auf dem Weg zur Besserung. Gegenmaßnahmen würden demnach voranschreiten. Technische Verbesserungen seien aber notwendig, um die Idee des Institutional DeFi Realität werden zu lassen.
“Die Fähigkeit der Branche, diese Praktiken [Marktmanipulation] aufzudecken und zu bekämpfen, verbessert sich rasch.”
“Mit zunehmender Reife der Kryptobranche kann die Nutzung von Blockchain-Daten dazu beitragen, solche manipulativen Praktiken aufzudecken und zu verhindern”, erklärt Kaiko “Solange jedoch keine stärkeren Schutzmechanismen etabliert sind, werden institutionelle Akteure wahrscheinlich an der Seitenlinie bleiben.”
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
Bitcoin-Holdings und Metaplanet kaufen trotz Kursrückgang – Steuerpläne verunsichern Anleger
Zusammenfassung des Artikels Bitcoin bleibt stabil, während Ethereum und Ripple Verluste verzeichnen; Unternehmen wie Strategy und Metaplanet nutzen Kurskorrekturen für strategische Käufe. In Deutschland könnten geplante Steuerreformen der SPD Krypto-Anleger belasten, was den Standort unattraktiver machen könnte.

XRP unter Druck: Niedrige Umlaufmenge, regulatorische Unsicherheiten und Kursrückgang drohen
Zusammenfassung des Artikels XRP kämpft mit einem 5-Jahres-Tief der Umlaufmenge, schwachem Kaufdruck und regulatorischen Unsicherheiten, während institutionelle Entwicklungen langfristig Hoffnung bieten.

Cardano: Stabilität, Dezentralität und Kurschancen im Fokus
Zusammenfassung des Artikels Cardano zeigt Stabilität, testet wichtige Kurslevel und stärkt durch hohe Dezentralität sowie innovative Governance-Initiativen seine langfristige Position im Blockchain-Bereich.

Die FDIC ändert ihre Haltung zu digitalen Vermögenswerten und erlaubt Finanzinstituten, ohne vorherige Genehmigung Krypto-Aktivitäten durchzuführen
Kurze Zusammenfassung Die FDIC stellte klar, dass ihre beaufsichtigten Institute „erlaubte krypto-bezogene Aktivitäten“ durchführen können, ohne vorher die Zustimmung der Behörde einzuholen. Bo Hines, geschäftsführender Direktor des Präsidentenrats für digitale Vermögenswerte, bezeichnete den Schritt der FDIC als „einen weiteren großen Erfolg“.

Im Trend
MehrKrypto Preise
Mehr








