• Bhutan nutzt das mit Wasserkraft betriebene Bitcoin-Mining, um die Gehälter der Regierung, das Gesundheitswesen und Umweltprojekte zu finanzieren und gleichzeitig die CO2-Neutralität zu wahren.
  • Mit über 10.600 Bitcoin im Wert von 660 Millionen Dollar ist Bhutan unter den fünf größten staatlichen Bitcoin-Investoren weltweit.

Bhutan, das kleine Königreich im Himalaya, macht sich eine neue Art von Schatz zu eigen – Bitcoin. Mit einer nationalen BTC-Reserve im Wert von rund 660 Millionen Dollar setzt Bhutan einen Präzedenzfall im digitalen Finanzwesen und nutzt das durch Wasserkraft betriebene Bitcoin-Mining, um seine Wirtschaft anzukurbeln.

JUST IN: 🇻🇳 Bhutan’s PM tells how strategic #Bitcoin reserve helped finance their nation’s expenses 🙌 pic.twitter.com/4rm08vM3J1

— Bitcoin Magazine (@BitcoinMagazine) March 6, 2025

Premierminister Dasho Tshering Tobgay sieht Bitcoin nicht nur als Investition. Er betonte die Rolle von Bitcoin bei der Finanzierung von öffentlichen Dienstleistungen, einschließlich des Gesundheitswesens und von Umweltinitiativen, wobei er die Hauptfunktion bei der Finanzierung von Regierungsgehältern hervorhob.

„Wir haben Bitcoin im Gesundheitswesen und für die kostenlose Gesundheitsversorgung verwendet, aber das sind nur Kleinigkeiten. Der Haupteinsatz von Bitcoin war die Finanzierung der Gehälter von Staatsbediensteten.“

Bhutans Bitcoin-Mining-Farmen sind strategisch über das Land verteilt und nutzen ausschließlich die Wasserkraft der Flüsse des Himalaya. Im Gegensatz zum konventionellen Mining, das ökologische Bedenken aufwirft, bleibt der Betrieb in Bhutan kohlenstoffneutral und nutzt erneuerbare Energie, um wöchentlich Millionen an Einnahmen zu generieren.

Bhutan setzt auf Bitcoin – können Digital-Assets Wirtschaft sanieren?

Während El Salvador das erste Land war, das Bitcoin zu einem Teil seiner nationalen Reserve machte, stellt das Modell von Bhutan einen einzigartigen Ansatz dar. Für ein Land mit nur 770.000 Einwohnern, in dem Industrie und Landwirtschaft vor großen Herausforderungen stehen, bietet der Wechsel zu digitalen Vermögenswerten einen dringend benötigten wirtschaftlichen Impuls.

Die Bemühungen Bhutans um digitale Finanzen gehen über das Bitcoin-Mining hinaus. Das Land hat kürzlich die Gelephu Mindfulness City gegründet , eine Sonderwirtschaftszone, die ausländische Investitionen anziehen soll. Die Initiative steht in Einklang mit Bhutans Vision von Nachhaltigkeit, Innovation und wirtschaftlicher Resilienz.

Bhutan’s Gelephu Mindfulness City Pioneers Adoption of BTC, ETH and BNB and Other Digital Assets in City’s Strategic Reserves. https://t.co/O0sjlhiTDL pic.twitter.com/CfKVSUlcS1

— gmcbhutan (@gmcbhutan) January 8, 2025

In einem Bericht der Weltbank vom Mai wurde davor gewarnt, dass sich das Haushaltsdefizit Bhutans ausweitet, und es wurde betont, dass ausländische Investitionen notwendig sind, um das Wachstum zu stützen. Als Reaktion darauf führte die Regierung Maßnahmen ein, die darauf abzielen, digitale Vermögenswerte zu akkumulieren und eine technologieorientierte Wirtschaft zu fördern.

Laut Jagdeep Sidhu, Core Developer bei Syscoin, ist Bhutan aufgrund seines Energieüberschusses ein idealer Standort für das Bitcoin-Mining:

„Insbesondere das Bitcoin-Mining eignet sich hervorragend, um verschiedene Formen von erneuerbarer und gestrandeter Energie zu nutzen.“

Bhutan hat aktuell 660 Millionen Dollar Krypto-Vermögen

Seit April 2019 nutzt Bhutan seine massiven Wasserkraftreserven zum Bitcoin-Mining. Im Laufe der Jahre hat das Land mehr als 10.635.000 Bitcoin angehäuft und gehört damit zu den fünf größten staatlichen Bitcoin-Inhabern weltweit. Beim heutigen Marktwert entspricht das laut Arkham-Daten etwa 660 Millionen Dollar.

Bhutans Premierminister erläutert die Sanierung des öffentlichen Haushalts mit Bitcoin image 0 Bhutans Premierminister erläutert die Sanierung des öffentlichen Haushalts mit Bitcoin image 1 Quelle: Arkham

Trotz der Bedenken hinsichtlich des Energieverbrauchs von Bitcoin reduziert Bhutans Abhängigkeit von Wasserkraft seinen Kohlenstoff-Fußabdruck erheblich und macht es zu einem der umweltfreundlichsten Mining-Betriebe weltweit. Anstatt überschüssigen Strom zu niedrigen Tarifen zu exportieren, hat sich die Regierung dafür entschieden, die Einnahmen durch Bitcoin-Mining zu maximieren.

Ein bhutanischer Bürger drückte sein Vertrauen in den Ansatz der Regierung aus und erklärte:

„Ich wäre sehr besorgt, wenn unsere Regierung Bitcoin kaufen oder mit Bitcoin handeln würde, aber ich denke, dass es für uns Bürger in Bhutan beruhigend ist, dass die Regierung Bitcoin schürft.“